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Welche Rolle spielen Marken im Online-Handel?

25. Juni Allgemein | Kommentare

Früher auf dem Schulhof war es besonders wichtig, die richtige Jeans anzuhaben oder ein T-Shirt von einer richtigen Marke. Wer mit Klammotten von C & A oder aus den Discountern rumlief, war bei manchen Zeitgenossen schon mal gleich unten durch. Zum Glück sind diese Zeiten für uns heute vorbei, dass wir uns über die Auswahl der passenden (Marken-)Kleidung definieren müssen. Selbst, wenn wir natürlich auch das eine oder andere Kleidungsstück der üblichen Verdächtigen im Schrank liegen haben.

Wieso spielen Markenprodukte eine so große Rolle? Sicherlich, weil sie zum einen für bestimmte Werte stehen (Qualität, Langlebigkeit etc.), zum anderen aber auch, weil sich dadurch ein Stück Exklusivität abzeichnet. Wer sich leisten kann, Geld für eine Marke auszugeben, der hat es geschafft. „No-Name“ ist etwas für Loser – wer cool und hip sein will, kauft Markenprodukte.

Online-Handel in Bezug auf Markenhersteller

Eine interessante Studie haben wir beim eSales-Portal gefunden. Dort heißt es:

Verkaufsschlager im Internet sind Bücher und Zeitschriften sowie Musik und Filme. 29 Prozent der Befragten entschieden sich beim Online-Kauf für Produkte dieser Warengruppe. Besonders Mode und Elektronik wird überwiegend bei namhaften Anbietern online bestellt. Für den Kauf wertvoller Möbel oder Autos suchen die Kunden lieber ein Geschäft in der realen Verkaufswelt auf.

Aus dem Bauch heraus hätten wir ebenfalls vermutet, dass gerade im Bereich Mode und Technik viel über Marken kommuniziert wird. Wir haben uns einmal den Bereich Herrenmode in den Online-Shops von Otto, Neckermann und Schwab (die größten Versandhändler in Deutschland) angeschaut und Interessantes festgestellt:

Beim Otto-Shop ist der Bereich Herrenmode sehr aufgeräumt. Große blaue Boxen sind als Navigationselemente zu den verschiedenen Kategorien angeordnet. Sehr auffällig in der Mitte stehen „Unsere Topmarken“ und dann eine Ansammlung von Logos namhafter Hersteller.

Im Neckermann Shop werden ebenfalls Produkte angeteasert – hier steht zurzeit Tom Tailor im Mittelpunkt – ein T-Shirt oben Links und rechts noch einmal das Angebot „Reduzierte Mode von Tom Tailor“. Unterhalb der Teaser-Elemente findet sich eine Bildlaufleiste, in der ebenfalls die Logos von Markenherstellern angezeigt werden.

Bei Schwab läuft es nach dem ähnlichen Muster ab. Oben rechts tauchen in einer Box „Starke Marken“ auf und beim T-Shirt in der Mitte wird auch noch mal das Logo von Tom Tailor eingeblendet. Hier gibt es sogar noch einen „Marken-Selektor“, in dem insgesamt 13 Marken auswählen lassen.

Wie wir vermutet haben, nutzen die großen Anbieter das Image der Markenhersteller gekonnt aus und platzieren diese gut sichtbar auf den Seiten. Dazu werden vor allem die Logos der Anbieter genutzt – schließlich verbinden viele bereits mit dem Logo ein bestimmtes Lebensgefühl (über die Wichtigkeit eines geeigneten Logos im Online-Handel ließe sich aber schon wieder ein neuer Artikel schreiben).

Marken stehen für Qualität – auch die Online-Shops wollen zeigen, dass es bei ihnen Markenprodukte zu kaufen gibt, selbst wenn viele Artikel sonst auch von No-Name-Herstellern kommen. Sie drücken damit aus, dass auch der Shop ansich für Qualität steht. Denn Vertrauen entsteht auch über diesen Faktor.

Wie haltet Ihr es beim (Online-)Shopping mit Markenprodukten? Achtet Ihr darauf und wenn ja, warum? Vermitteln Euch Marken den Eindruck, dass auch der Shop seriös ist?

 


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