Twitter vs. Facebook: Was passt besser im e-Commerce?
Close

Twitter vs. Facebook: Was passt besser im e-Commerce?

13. Januar e-Commerce | Kommentare

Nachdem wir vor einigen Tagen einige Tipps zur Twitter-Nutzung für Shop-Betreiber gegeben haben, sollten wir vielleicht noch einmal grundsätzlich über den Einsatz von Sozialen Netzwerken im Bereich e-Commerce schreiben. Schließlich steigt die Zahl der User unterschiedlicher Dienste wie MySpace, Twitter und Facebook stetig an.

Vom persönlichen Profil über eigene Videos und Fotos bis hin zu netten Plaudereien mit Freunden und Bekannten: Soziale Netzwerke bieten ihren Nutzern immer wieder neue Möglichkeiten des Austausches. Doch es wird nicht nur über Alltägliches kommuniziert: Gerade bei Frauen sind der vergangene Tag oder das Date mit dem netten Typ von nebenan nicht mehr das Gesprächsthema Nummer eins. Online-Shopping, angesagte Marken und neue Produkte gehören zu den Themen, über die am meisten gesprochen wird.

Frauen stehen auf Facebook

Die zweite „Annual Social Media Study“ der Frauen-Community Shespeaks hat bereits im Herbst 2009 gezeigt: Frauen stehen auf Facebook. Twitter schneidet bei ihnen hingegen eher schlecht ab. Von den 1.559 befragten Frauen der Community gaben 95 Prozent an, dass sie ein Profil auf Facebook erstellt haben. Nur 38 Prozent nutzen den Microblogging-Dienst Twitter. Und der Grund dafür? Facebook befriedigt ein ganz bestimmtes Bedürfnis der Frauen besser, als Twitter es tut: Shopping.

72 Prozent der Frauen gaben an, das Facebook der Ort ist, um neue Produkte und Marken kennenzulernen. Bei Twitter werden lediglich 51 Prozent aller Befragten auf Produktneuheiten aufmerksam. Sogar 80 Prozent gaben an, bei Facebook Fan eines Produktes geworden zu sein. Auch in den entsprechenden Gruppen von Produkten oder Marken werden sie Mitglied.

Twitter ermöglicht seinen Usern zu verfolgen, was ein Unternehmen gerade tut. Sie können sich über Aktionen, Projekte und Produktneuheiten auf dem Laufenden halten. Doch die meisten Informationen kommen vom Unternehmen selbst. Bei Facebook sieht es da etwas anders aus: Natürlich kommunizieren Unternehmen mit ihren Kunden, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie erstellen eigene Profile, informieren über wichtige Termine und stellen Bilder und Imagefilme online. Der Kunde kann sich so informieren oder selbst mit dem Unternehmen kommunizieren. Doch Unternehmen profitieren gerade von der aktiven Kommunikation der User untereinander. Facebook bietet mit zahlreichen Funktionen eine erleichterte Kommunikation, die zielgerichteter und persönlicher ist, als die Kommunikation bei Twitter. Vor allem Frauen tauschen sich bei Facebook untereinander aus, berichten über eigene Erfahrungen mit neuen Produkten und beschreiben Vor- und Nachteile. Und das wichtigste: Sie empfehlen Produkte. So entstehen größere Kaufanreize als beim bloßen Anschauen von Anzeigen.

Chancen im Online-Handel

Oft werden Produkte erst gekauft, nachdem User in Sozialen Netzwerken darauf aufmerksam geworden sind. Nicht nur ein eigenes Unternehmensprofil ist wichtig, auch Anzeigen und Werbebanner auf Facebook & Co. sorgen dafür, dass Kunden auf einen Online-Shop und dessen Produkte aufmerksam werden: Durch Anzeigen in einem Sozialen Netzwerk ist der Kunden oftmals nur einen Klick vom Online-Shop entfernt; mit zwei weiteren Klicks gelangt er zu Warenkorb und Onlinebestellformular. Für manche Leser mag dies vielleicht allzu banal klingen. Wir fragen uns: Wieso nutzen so viele Anbieter diese Funktionen des Web 2.0 noch nicht?

 


Schreiben Sie einen Kommentar