Ist gekauft wirklich gleich gekauft?
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Ist gekauft wirklich gleich gekauft?

Shopping im Internet ist für viele User immer noch mit Bedenken verbunden. Damit meinen wir nicht das Schnäppchen bei Amazon mit dem Lieblingsfilm für 9,95 Euro.
Gerade bei größeren Anschaffungen schwimmt die Angst mit, dass das erworbene Produkt uns doch nicht gefällt und wir es zurückschicken. Doch wer zahlt für die Rücksendung?

Europäischer Gerichtshof stärkt die Käufer

Ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Urteil vom 15.04.2010, Az.: C-511/08) hat etwas mehr Licht ins Dunkel der Rücksendungskosten gebracht – und zwar zu Lasten der Onlinehändler.
Im Fall eines Widerrufs muss der Verkäufer dem Kunden neben dem vollen Kaufpreis auch die Rücksendungskosten erstatten. Ausnahmen und damit Abzüge vom Kaufpreis sind nur gestattet, wenn der Händler für die Nutzung der Ware einen Wertersatz verlangen kann – eine Grauzone.
Gleichzeitig schafft das Urteil neue Perspektiven: Der Kunde muss die Versandkosten übernehmen, wenn:

  • der Verkäufer den Kunden dazu vertraglich verpflichtet, z.B. durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder
  • der Wert der bestellten Ware unter 40 Euro bleibt.

Leider gehen inzwischen immer mehr Verkäufer dazu über, sich über höhere Verkaufspreise die Versandkosten wieder reinzuholen. Aber das kennen wir ja bereits von neuen Elektronikartikeln, deren kostenpflichtige Entsorgung wir direkt beim Kauf mitfinanzieren. Wie haltet ihr es mit der Rücksendung in euren Shops bzw. wie steht ihr als Kunde zu dem Urteil? Wir sind auf eure Antworten gespannt!

 


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